Loslassen heißt wachsen, nicht verlieren!

Shownotes

Loslassen fühlt sich oft schmerzhaft und chaotisch an, aber ich zeige dir in dieser Folge, warum es uns so schwerfällt und wie viel Kraft darin liegt. Gemeinsam sprechen wir über das Ende von Freundschaften, das Ablegen alter Erwartungen und das Loslassen früherer Versionen von uns selbst. Ich teile, warum Loslassen kein Scheitern ist, sondern ein natürlicher Teil des Lebens und wie du dich dabei nicht schuldig oder verloren fühlen musst. Du bekommst praktische Impulse, wie du leichter loslassen und Raum für Neues schaffen kannst. Lass uns gemeinsam herausfinden, warum Loslassen oft bedeutet, wirklich zu wachsen.

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00:00:00: Willkommen zu Monday Reminders, dein kleiner Podcast für große Gefühle.

00:00:06: Hey und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:08: Gleichzeitig ganz liebe Grüße aus Mexiko.

00:00:12: In dieser Folge heute geht es um das Thema Loslassen.

00:00:15: Wir geben den ganzen Thema viel zu wenig Raum.

00:00:18: Das heißt zum Beispiel Loslassen von Freundschaften, von Erwartungen und vielleicht am schwersten von alten Visionen von uns selbst.

00:00:23: Wir reden darüber, warum loslassen, so unglaublich schwer ist, warum es gleichzeitig so wichtig ist und wie du es schaffen kannst, ohne dich schuldig und dankbar oder verloren zu fühlen.

00:00:33: Also nehmt nicht zurück, atme einmal tief ein und aus und lass uns starten.

00:00:40: Warum fällt uns loslassen eigentlich so schwer?

00:00:43: Das klingt doch eigentlich ganz einfach.

00:00:45: Einfach loslassen.

00:00:47: Fast schon nach so einer Motivations Pinterest-Grafik, let it go, oder so.

00:00:51: Aber in der Realität ist es einfach chaotisch, emotional.

00:00:55: und oft einfach nur schmerzhaft.

00:00:57: Der Grund für das Ganze ist eigentlich sehr einfach.

00:01:01: Wir Menschen hängen an Geschichten, an der Geschichte, wer wir waren, an der Geschichte, wie Beziehungen früher waren, an der Geschichte, wie unser Leben eigentlich aussehen sollte.

00:01:10: Und jedes Mal, wenn wir etwas loslassen, verlieren wir ein Stück dieser Geschichte.

00:01:15: Und das macht Angst, weil das Unbekannte anfängt, in der Platz einzunehmen, als das Bekannte und somit fällt es uns schwerer.

00:01:22: Dazu kommt einfach, dass in unseren zwanzig Jahren sich so viel gleichzeitig verändert.

00:01:27: Man kommt vielleicht gerade aus einer Ausbildung, man fängt an, ein Studium zu machen oder einen neuen Job.

00:01:33: Das Umfeld ändert sich Werte und aber auch Prioritäten.

00:01:38: Manchmal hat man das Gefühl, man ist selbst wie ein Handy, das mitten in einem Update stecken geblieben ist.

00:01:43: Nur, dass man einfach nicht weiß, wie lange es dauert und ob man danach aber auch noch dieselbe Version ist.

00:01:48: Und genau deswegen haben so viele von uns diesen inneren Widerstand.

00:01:51: Es ist ein Fehler, es loszulassen, was wir nicht später bereue, jemanden oder auch etwas gehen gelassen zu haben.

00:01:59: Aber was wir selten sehen, ist, dass Festhalten manchmal viel mehr kostet, als loslassen es jemals könnte.

00:02:06: So ist es auch zum Beispiel bei Freundschaften, wenn man sich auseinanderentwickelt.

00:02:10: Ich glaube nämlich, dass jeder kennt mindestens eine Freundschaft, die früher so einfach war.

00:02:14: Sei es das ein Kindergarten, der Schule, der Uni oder der Ausbildung.

00:02:17: Man hat dieselben Dinge erlebt, dieselben Sorgen gehabt und dieselben Ziele geteilt.

00:02:22: Und dann verändern sich einfach die Lebensrealitäten.

00:02:25: Einer geht zum Beispiel ins Ausland, der eine zieht weg, die andere fängt einen neuen Job an, einer geht feiern, der andere möchte lieber vielleicht im Bett bleiben, einer möchte eher ein Abenteuer haben und jemand anders vielleicht einfach die Sicherheit.

00:02:37: Und plötzlich fühlt sich eine Freundschaft an wie ein Kleidungsstück, das man geliebt hat, die aber irgendwann nicht mehr so richtig passt.

00:02:44: Was viele dann tun, ist, sie halten fest, sie ... raffen die Kanten, denen den Stoff, versuchen sich rein zu quetschen, egal wie unbequem es ist.

00:02:55: Und ein Gedanke, der mir dabei sehr, sehr viel Druck rausgenommen ist, dass Freundschaften müssen nicht scheitern, damit sie enden dürfen.

00:03:04: Manchmal war die Verbindung für genau die Zeit perfekt, in der sie existiert hat.

00:03:08: Manchmal braucht es kein Drama, keinen Streit, keinen Grund.

00:03:11: Manchmal ist es einfach die Zeit.

00:03:13: Und loslassen bedeutet auch nicht, jemand aus dem Herzen zu streichen oder dass man die Zeit nicht zusammen genossen hat.

00:03:18: Es heißt nur, dass du akzeptierst, dass eurer Wege gerade unterschiedlich verlaufen und das ist vollkommen okay.

00:03:24: Vielleicht trifft ihr euch an der Zukunft wieder, vielleicht auch nicht.

00:03:27: Und beides ist ein Teil des Lebens und beides ist total okay.

00:03:31: Genau das gleiche haben wir mit Erwartungen von anderen und von dir selbst.

00:03:36: Einer der größten Brücken, den wir in unseren zwanzigern loslassen dürfen, sind Erwartungen.

00:03:41: Nicht nur die Erwartung anderer, sondern auch die, die wir uns selber geben.

00:03:46: Vielleicht dachtest du, du müssten in der ernsten Beziehung sein oder schon eine richtige Karriere starten oder wissen, was du eigentlich im Leben möchtest.

00:03:54: Finanziell stabile sein oder einfach irgendwie weiter im Leben sein.

00:03:59: Aber diese ganzen Erwartungen sind nicht die Realität.

00:04:02: Das sind Projektionen, Vergleiche, Ideale und oft ist es nicht mal unser eigener Wunsch.

00:04:07: Es ist das, was wir glauben, dass die Welt von uns erwartet, weil man es ja so macht.

00:04:11: Wenn man fragt, ja, macht man halt so, das ist halt die Reihenvölker des Lebens.

00:04:15: Aber das stimmt nicht.

00:04:17: Loslassen bedeutet hier einfach dir selbst erlauben, nicht dort zu sein, wo du dachtest, dass du sein müsstest, dein Leben nicht ständig mit Checklisten zu bewerten und dir die Freiheit zu geben, deinen Weg anders zu gehen als geplant.

00:04:31: Manchmal ist Loslassen also kein aktiver Schritt, sondern ein Loslassen von Druck, ein Loslassen von der Idee perfekt funktionieren zu müssen.

00:04:42: Vielleicht schwersten Loslassen ist das aber von der Person, die du einmal warst.

00:04:46: Vielleicht warst du früher die Lustige oder die Verlässliche oder die Ehrgeizige oder der Mensch, der immer vor allem da war.

00:04:53: Und jetzt merkst du, dass diese Rolle nicht mehr zu dir passt, dass du ruhiger geworden bist oder sensibler, unabhängiger oder muttiger.

00:05:01: Verändern fühlen sich oft an wie Verrat für uns selbst.

00:05:04: Als würdest du die Menschen enttäuschen, wie dich kannten oder Erwartungen brechen oder dich neu erfinden, als wäre das etwas Schlechtes.

00:05:12: Die Wahrheit an dem Ganzen ist, du bist nicht verpflichtet, eine frühere Vision von dir selbst weiterzuleben, nur weil sich andere daran gewöhnt haben.

00:05:21: Loslassen heißt hier einfach alte Muster gehen zu lassen, alte Rollen, alte Identitäten und auch alte Fehler.

00:05:29: Loslassen heißt, dir zu erlauben, dir selbst immer wieder neue Känzeln, neu zu entwickeln.

00:05:35: Und ja, diese Veränderung kostet Mut, aber Stillstand kostet dich, dich selbst.

00:05:41: Und vielleicht bist du da durch ein Upgrade in die First Class, vielleicht eines der guten Updates vom Handy.

00:05:47: Wer weiß das schon?

00:05:49: Und ja, so ein paar praktische Gedanken möchte ich dir jetzt mitgeben, wie loslassen leichter Welt.

00:05:57: Loslassen passiert nämlich nicht in einem Moment.

00:05:59: Es ist kein Schlussstrich, es ist ein Prozess, den wird durchlaufen.

00:06:03: Und ein paar Impulse, die mir dabei geholfen haben sind, zum Beispiel, ja, einfach ... Erkennen, dass etwas zu Ende geht?

00:06:14: Dass nicht mal schön reden, nicht wegdrücken, sondern einfach annehmen, dass es okay ist, dass es zu Ende geht.

00:06:20: Du solltest dich fragen, woran halte ich eigentlich gerade fest, halte ich an den Menschen fest, an die Erinnerung, an der Idee, wie es hätte sein können.

00:06:30: Und erlaube dir dazu auch traurig zu sein.

00:06:32: Loslassen tut weh.

00:06:33: Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Bedeutung, dass es dir etwas bedeutet hat.

00:06:39: Du machst dadurch auch Platz für was Neues, nicht indem du etwas erzwingst, sondern indem du Raum schaffst in deinen Gedanken, in deinem Alltag, in deinem Herzen.

00:06:48: Du musst einfach den Prozess vertrauen.

00:06:50: Du musst nicht jetzt schon wissen, wofür dieses Loslassen gut ist.

00:06:54: Oft erkennt man es einfach erst rückblickend.

00:06:58: Und Loslassen ist auch kein Ende, es ist ein Übergang.

00:07:01: Es ist ein Neuanfang zwischen zwei Versionen deines Lebens.

00:07:05: Manchmal ist es schmerzhaft, manchmal befreiend und meistens sogar beides.

00:07:09: Das heißt, ein wonder reminder, den ich dir diese Woche mitgeben möchte ist, loslassen bedeutet nicht verlieren, loslassen bedeutet gewachsen.

00:07:18: Danke, dass du dir heute die Zeit genommen hast, mit mir in diesem Thema einzutauchen.

00:07:23: Ich habe noch eine kleine Bitte an dich.

00:07:24: Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich total über eine Bewertung, eine Nachricht oder wenn du sie jemanden schickst, der vielleicht das heute brauchen könnte.

00:07:34: Oder vielleicht auch einfach deine Erfahrungen mit dem Thema.

00:07:38: Ich freue mich bis zum nächsten Folge.

00:07:40: Passt gut auf dich auf und sei gut zu dir.

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