Wenn die Stille laut wird - Alleine sein

Shownotes

Kennst du dieses Gefühl, wenn abendliche Stille plötzlich ohrenbetäubend wird und alte Gedanken dich einholen? In dieser Folge spreche ich offen darüber, wie das Alleinsein in unseren Zwanzigern besonders präsent wird – zwischen Umzügen, Trennungen und Neuanfängen. Ich teile persönliche Erfahrungen, warum wir oft vor der Stille davonlaufen, und wie ich gelernt habe, ihr Raum zu geben. Es geht darum, wie wir echte Verbindung zu uns selbst finden können – auch wenn es unbequem ist. Lass dich daran erinnern, dass Alleinsein kein Feind ist, sondern eine Einladung, dich selbst neu kennenzulernen.

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00:00:00: Willkommen zu Monday Reminders, dein kleiner Podcast für große Gefühle.

00:00:06: Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Monday's Reminders.

00:00:11: Schön, dass du heute wieder eingeschaltet hast.

00:00:13: Vielleicht kennst du dieses Gefühl, wenn du abends alleine in deiner Wohnung sitzt, alles ist ruhig und plötzlich wird aber diese Stille unfassbar laut.

00:00:23: nicht weil wirklich etwas fehlt, sondern weil auf einmal alte Gedanken da sind, vor denen du tagsüber wegläust.

00:00:30: Alleinsein fühlt sich dann nicht nach Ruhe an, sondern nach Lehre, nach einer Frage, die du lange nicht beantworten wolltest.

00:00:38: Und vielleicht hörst du diesen Podcast gerade genau deshalb, weil du dich gerade alleine fühlst, auch wenn du es niemanden sagst.

00:00:47: Ich glaube kaum ein Thema... begleitet uns in unseren Zwanzigern so sehr wie dieses, weil diese Lebensphase voller Übergänge ist, voller Abschiede, voller Neuanfänge und genau dort in diesen Zwischenräumen taucht das Alleinsein oft besonders laut auf.

00:01:06: Alleinsein kann unglaublich hart sein.

00:01:08: Zum Beispiel, wenn man das erste Mal auszieht und plötzlich in einer eigenen Wohnung steht, die Kartons sind ausgepackt, die Möbel stehen, es ist alles dekoriert und dann wird es aber still.

00:01:19: kein vertrautes Geräusch mehr, keine Stimme im Hintergrund, kein, ich bin gleich wieder da, sondern nur du und deine Gedanken.

00:01:28: Oder nach einer Trennung, wenn das Leben, dass man sich zu zweit aufgebaut hat, auf einmal nicht mehr existiert.

00:01:35: Wenn Abende plötzlich leer wirken, weil niemand mehr neben dir auf der Couch setzt, wenn du dich dabei ertappst, wie du dein Handy in die Hand nimmst, nicht weil du etwas brauchst, sondern weil du diese Stille nicht erträgst.

00:01:48: Oder wenn man in ein neues Land zieht für ein Austauschsemester, ein Job, ein Neuanfang, alles ist am Anfang so aufregend und neu.

00:01:58: Und trotzdem fühlt man sich manchmal und was bei alleine, weil niemand da ist, der deine Geschichte kennt, niemand, der weiß, wer du früher warst.

00:02:06: Alleinsein bedeutet oft, auch sich selbst zurückgeworfen zu werden.

00:02:10: Und genau das macht es so unbequem.

00:02:14: Wie ist es eigentlich, alleine zu wohnen?

00:02:16: Wie ist es, abends alleine auf der Couch zu sitzen, ohne Gespräche, ohne Ablenkung, ohne das Gefühl gebraucht zu werden?

00:02:26: Die Wahrheit ist, dieses Gefühl ist nicht immer schön.

00:02:30: Und manchmal ist es schwer, manchmal schmerzt es und manche fühlt es sich einfach nur leer an.

00:02:35: Aber, und das ist mir auch wichtig zu sagen, diese Momente sind so unfassbar wichtig.

00:02:42: für unsere persönliche Entwicklung.

00:02:45: Wir leben in einer Welt, die uns kaum noch allein sein erlaubt.

00:02:50: Durch Social Media, Serien, Podcasts, Nachrichten.

00:02:55: Wir sind einfach ständig beschäftigt, immer erreichbar, immer abgelenkt.

00:03:00: Unser Handy ist oft das Erste, was wir morgens sehen und das Letzte, bevor wir einschlafen.

00:03:05: Und ja, Ablenkung kann vielleicht kurzfristig helfen.

00:03:09: Sie kann das Gefühl von Einsamkeit dämpfen, aber sie löst es nicht.

00:03:13: Denn das Alleinsein verschwindet nicht einfach nur, weil wir es ignorieren.

00:03:17: Im Gegenteil, oft wird es dadurch einfach lauter und manchmal macht es uns unglücklich, ohne dass wir genau sagen können, warum.

00:03:26: Viele von uns versuchen dann, um jeden Preis nicht allein zu sein.

00:03:30: Wir sagen zu... Almjahr füllen unseren Kalender bis zum Rand, stürzen uns in die Arbeit, in neue Bekanntschaften, in Beziehungen, die sich eigentlich nicht richtig anfüllen.

00:03:40: Aber häufig endet das einfach nicht gut, weil wir nicht lernen, mit uns selbst zu sein, weil wir für unseren eigenen Gefühlen davon laufen, statt uns mit ihnen zu beschäftigen.

00:03:49: Und genau hier mit etwas sehr Persönliches mit Detailen.

00:03:54: Während meiner letzten Beziehung habe ich mich oft einsam gefühlt.

00:03:58: Und das, obwohl ich doch jemanden an meiner Seite hatte.

00:04:01: obwohl ich offiziell nicht alleine war.

00:04:04: Es gab definitiv Dinge, die nicht gut liefen, Dinge, die mir nicht gefallen haben, die mich verletzt oder für unsichert haben.

00:04:10: Und trotzdem, all die guten Momente, all die schönen Erinnerungen ließen mich das immer wieder vergessen.

00:04:15: Nach außen sah vielleicht alles okay aus, aber erinnerlich fühlte ich mich alleine, nicht wirklich verbunden, ungehört.

00:04:24: Und ich wollte die Beziehung nicht beenden, nicht zuletzt, weil da diese Angst war, dass ich... Dann, ja, es recht alleine bin.

00:04:34: Aber die Wahrheit ist, ich war es schon.

00:04:36: Nach der Trennung hatte ich dann ein sehr starkes Verlangen danach, bloß nicht allein zu sein.

00:04:41: Ich habe mich komplett in die Arbeit gestört, mein Zeitplan so vollgepackt, dass ich kaum Luft zum Atmen hatte.

00:04:47: Hauptsache, ich war beschäftigt.

00:04:48: Hauptsache... Keine Zeit zum Nachdenken und eine Zeit lang hat das auch funktioniert.

00:04:54: Aber nach circa ein, zwei Monaten habe ich gemerkt, wie ungesund das ist, wie sehr ich mich selbst ignoriere, wie sehr ich immer noch vor etwas davon laufe.

00:05:03: Also habe ich aufgehört wegzurennen.

00:05:05: Ich habe mich hingesetzt, im wahrsten Sinne des Wortes, um mich damit konfrontiert.

00:05:09: Ich habe meine Gedanken aufgeschrieben, meine Gefühle, meine Ängste.

00:05:14: alles reflektiert, habe Dinge über mich gelernt, die ich vorher nicht sehen wollte, habe verstanden, warum mir das allein sein so schwer fällt und was es mir eigentlich sagen möchte.

00:05:24: Und ich kann euch ehrlich sagen, ich habe mich danach unfassbar befreit gefühlt.

00:05:29: Es war, jetzt könnte ich endlich wieder atmen, als würde ich mein Leben nicht mehr... nur funktionieren, sondern wirklich leben.

00:05:36: Und heute bin ich unfassbar dankbar für meine Ruhe.

00:05:38: Ich genieße es allein zu sein.

00:05:40: Einfach im Moment zu leben, ohne ständige Ablenkung durch TV, Handy oder irgendwas anderes.

00:05:47: Und allein sein bedeutet auch nicht automatisch einsam zu sein.

00:05:50: Man kann sich unter Menschen unglaublich alleine fühlen und alleine unglaublich verbunden mit sich selbst.

00:05:57: Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Lektionen unseren Zwanzigern zu lernen, mit sich selbst die Zeit auszuhalten, sich selbst Gesellschaft leisten zu können und sich selbst reinzuhören.

00:06:12: Deswegen... Diese Woche möchte ich dich daran erinnern, dir bewusst Zeit mit dir selbst zu nehmen, ohne Ablenkung, ohne Handy, ohne etwas leisten zu müssen.

00:06:22: Setz dich hin, geh spazieren, schreib deine Gedanken auf und wenn sich das Alleinsein unangehend nebenan fühlt, dann lauf nicht sofort davon.

00:06:31: Bleib moment, hör genau hin, weil vielleicht steckt genau dort eine Antwort, die du schon lange gesucht hast.

00:06:39: Du musst es allein sein, definitiv nicht lieben.

00:06:42: Aber vielleicht kannst du lernen, es nicht mehr zu fürchten, denn oft ist es einfach kein Fein, sondern eine Einladung, dich selbst besser kennenzulernen.

00:06:52: Deswegen danke, dass du heute hier warst.

00:06:54: Danke, dass du die Zeit genommen hast zuzuhören.

00:06:57: Wir hören uns nächste Woche Montag wieder.

00:06:59: Bis dahin, pass gut auf dich auf!

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